Haider in der Pressestunde

Je älter und erfahrener Jörg Haider wird umso klüger agiert er in öffentlichen Diskussionen oder Interviews. In der heutigen Pressestunde (es werden bis zur Wahl alle Spitzenkandidaten eingeladen) sprach er ausführlich über Themen die, wie er sagt, „den Bürgern unter den Nägeln brennen“. Und weicht den Themen die ihn bei vielen Österreichern unbeliebt machen, nämlich den Themen rund um Zuwanderung, Asyl und Ähnlichem lange geschickt aus.

Gleich zu Beginn nimmt Haider das Wort Bundeskanzler in den Mund. Föderl-Schmidt, Chefredakteurin von „der Standard„, die übrigens nicht wirklich gut war, fragt nach wie viele Prozent Haider und das BZÖ denn machen will. „Nach oben ist keine Grenze gesetzt“.

Koalition mit der FPÖ
Österreich braucht eine Veränderung. Wichtig ist, weg von der großen Koalition. Denn wenn zwei Machtblöcke konkurrieren, dann herrscht Parteiendenken. Das BZÖ schließt niemanden aus. Haider und dem BZÖ ist jede Regierung lieber als die bisherige. Vor allem weil Faymann und Molterer mitversagt haben. Das Rot-Schwarz-Denken muss aufhören.

Ewald Stadler
Warum mit Ewald Stadler nach all dem was Stadler über Haider gesagt hat. Haider findet es sehr anständig, dass Stadler öffentlich bekannt hat, dass es ihm Leid tut. „Zeigen Sie mit den Politiker, der sagt: Ich habe einen Fehler gemacht“. Das Problem von ÖVP und SPÖ sei genau dieses. Sie sind nicht in der Lage einzugestehen wenn der andere eine gute Idee einbringt.

Unterschied BZÖ – FPÖ
BZÖ und FPÖ haben die gleichen Wurzeln, die Äste würden sich aber in eine andere Richtung entwickeln. Die Äste des BZÖ in Richtung Sonne, in die Zukunft. Mit der FPÖ könne man nicht über Zukunftsthemen wie Bildung sprechen.

Billigtankstellen
In Kärnten wird folgendes bereits umgesetzt: Dieseltankstellen der Fahrzeuge der Straßenverwaltung (z.B.) sind zu bestimmten Zeiten für alle zugänglich. Dadurch kann jeder (nicht nur Kärntner) billiger tanken, zusätzlich werden die Preise an den umliegenden Tankstellen nach unten gedrückt. Fünf bis Sieben € soll man sich durch diese Diesel-Billigtankstellen pro Tank sparen.
Das Projekt muss durch das Geld das durch die Mineralölsteuer zusätzlich hereinkommt leicht zu finanzieren sein. Molterer habe diese Billigtankstellen lange bekämpft. Mittlerweile würde er sie selbst fordern.

Europa
Ohne Bürger sei es nicht möglich ein Europa zu bauen. Es würde einen Volksaufstand geben, denn die Bürger wollen Asyl- und Justizthemen im eigenen Land behandelt wissen.
Austritt aus der EU kommt für Haider und das BZÖ nicht in Frage, eine Demokratisierung der EU müsse aber passieren.
Ob die Türkei der EU beitreten darf oder nicht, wäre durch eine Volksabstimmung zu klären.

Zuwanderung
Nicht jeder darf kommen. Das Land muss die Möglichkeit haben selbst zu bestimmen ob der Werber aufgenommen wird oder nicht. Jeder muss sich integrieren. Straffällig gewordene Asylwerber müssen schneller aus Österreich abgeschoben werden.
Arigona Zogaj soll nicht in Österreich bleiben dürfen. Es liege kein Grund vor sie vor irgendetwas zu schützen, weder politisches noch religiöses (etc) Asyl wäre notwendig.

Haiders Tipps
BZÖ: „Wir machen mehr Prozent als uns momentan zugetraut werden.“
Amerika: „Ich denke der konservative Kandidat ist im Kommen.“

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3 Antworten to “Haider in der Pressestunde”

  1. ich glaube auch, dass Haider gegen meinen Willen punkten wird, hoffentlich knappert er da eh Straches Wählerpotential an und nicht die von anderen Parteien.

  2. clemensticar Says:

    An Straches Wählerpotential knappert er ohne Zweifel. Und: je kleiner die Parteien werden, und das BZÖ wird durch das bisschen knappern nicht zum Riesen, umso mehr müssen dann mitentscheiden. Muss ja auch nicht unbedingt schlecht sein.

  3. […] saßen Hans Bürger vom ORF und Alexandra Föderl-Schmid, Chefredakteurin von Der Standard (die auch die Pressestunde mit Jörg Haider mitgestaltete). Den Beginn des Gespräches bildete die Finanzkrise – auch Alfred Gusenbauer hat keine Erklärung. […]

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