Molterer vs. Strache

Zur vierten Konfrontation saßen sich Wilhelm Molterer und Heinz Christian Strache gegenüber.

Gleich zu Beginn konfrontiert Thurnher Strache mit Che Guevara. „Ich bin ein Antikommunist. Ein Sozialrebell.“ Auf der Homepage sind die Fotos zu sehen, empfiehlt Ingrid Thurnher.

Molterer ist beeindruckt von J. F. Kennedy. „Ich brauch kein Kapperl.“

 

Wer ist ein Österreicher? Molterer meint, dass jeder der die österreichische Staatsbürgerschaft hat ein Österreicher ist.

Strache sieht das ähnlich. Wobei wieder der Integrationsprozess strapaziert wird.

Thurnher weist Strache darauf hin, dass kriminelle „Nicht in Österreich geborene“ wieder die Staatsbürgerschaft verlieren können. Also doch nicht gleich? Strache macht es ähnlich wie Haider und erzählt von der Situation in Wien, wie Haider es über Kärnten machen würde.

Molterer sieht drei Bedingungen für eine Staatsbürgerschaft. Die deutsche Sprache, eine Arbeit und die Anerkennung des österreichischen Wertesystems sind Grundvoraussetzung. „Wir brauchen keine linken Träumer. Wir brauchen auch keine rechten Hetzer. Wir brauchen die Mitte.“

 

„Herr Strache hat ihre Frage nicht beantwortet, aber das ist wenig verwunderlich. Er drückt sich ja immer wenn es ernst wird.“ Und selbst wenn es so war, dann ist es nicht Molterers Aufgabe darauf hinzuweisen.

 

„Herr Strache, Sie sind der schwache Abklatsch von Haider. Sie haben keine einzige eigene Idee. Sie sind SPÖ pur geworden. Und SPÖ heißt Schulden-Partei-Österreich.“ Molterer rechnet mit Strache ab. Teilweise unter der Gürtellinie, aber trotzdem pointiert.

Strache erwähnt die Verzichtbarkeit der ÖVP-Politik. Molterer greift den Vorwurf auf und beginnt aufzuzählen. „Hean’s doch auf“, meint Strache.

 

Die beiden Herren sind sich einig, dass das Geld des Staates das Geld des Steuerzahlers ist. „Dann geben Sie es denn den Steuerzahlern wieder zurück“, fordert Strache Molterer auf. Molterer zählt auf wo geholfen wird. Strache beginnt über die Pflege zu sprechen. Und wird wieder laut. Und das so richtig.

Molterer ist dafür, dass das zurück gegeben wird, was „wir“ an Mehreinnahmen haben.

 

Strache meint, es kann nicht sein, dass es für gleiche Leistung unterschiedliche Löhne gibt, in Bezug auf Mann und Frau. Die von Ingrid Thurnher geforderte Idee bleibt aber lange aus. Erst nach Nachfragen präsentiert Strache das Kindererziehungsgehalt der FPÖ.

Molterer besteht auf eine Ausgeglichenheit von Professoren und Professorinnen an Universitäten. Auch bei Kinderbetreuungseinrichtungen muss Österreich besser werden.

 

Thema Kriminalität: „Herr Strache, Sie entschuldigen sich in dieser Sekunde bei den Kollegen der Polizei.“ Es ging um die Eintragung von Delikten.

 

EU: „Wir müssen Österreich wappnen vor schweren Zeiten. Dafür braucht es ein selbstbewusstes Österreich in einem starken Europa“, ist Molterers Meinung. Europa sei nicht nur wirtschaftlich sondern auch politisch sehr wichtig für Österreich.

Strache geht es nicht darum Europafeindlich zu sein. EU-Kritik ist das Schlagwort der FPÖ.

Der Beitritt von Kroatien und Serbien ist wünschenswert. Und wenn eine Volksabstimmung gewünscht wird, dann wird sich Strache nicht wehren.

 

Zusammenarbeit trotz zahlreichen Vorwürfen?

Strache: Die ÖVP will lieber mit der SPÖ „weiterwurschteln“. Die FPÖ grenzt die ÖVP nicht aus. Wir gehen mit der Kraft die wir bei der Wahl bekommen in Verhandlungen.

Molterer: „Ich will keine Politik die Angst macht.“  

 

 

 

 

 

 

 

Molterer

 

Fairness: 2

Inhalt: 3

Schlagfertigkeit: 4

Beantwortung der Fragen: 3

Auftreten: 3

Gesamt: 15

 

 

 

Strache

 

Fairness: 2

Inhalt: 2

Schlagfertigkeit: 3

Beantwortung der Fragen: 1

Auftreten: 4

Gesamt: 12

 

 

Zusammenfassung: Die Konfrontation bot das, was man sich von Haider gegen Strache „erhoffte“. Rivalität ohne Ende. Bei den Sachthemen punktete Molterer ganz klar. Daher auch der  Punktsieg für ihn.

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Eine Antwort to “Molterer vs. Strache”

  1. Danke für die Zusammenfassung! Ich konnte die Konfrontation im TV nämlich nicht mitverfolgen und bin deshalb froh, ein recht aufschlussreiches Resummee zu lesen.. aufschlussreich im Sinne von, kein Floskel-beladener Versuch, „alles“ unterzubringen, sondern ein paar mehr oder weniger aussagekräftige Punkte.
    (Übrigens bist du bei einer Google-Suche nach „Molterer Strache Konfrontation“ auf der ersten Ergebnisseite zu finden : ))

    beste Grüße von einer lesewütigen Kommilitonin

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