Elefantenrunda

Während auf puls4 alle Spitzenkandidaten außer Werner Faymann diskutierten, neuwal berichtete darüber, saßen sich auf ORF2 Damen der fünf stärksten Parteien gegenüber. Bures, Fekter, Glawischnig, Belakowitsch-Jenewein und Haubner diskutierten. Unter anderem über Männer.

Doris Bures ist davon überzeugt, dass Faymann alles richtig gemacht hat.
Fekter ist auch überzeugt, dass Molterer alles richtig machte. Immerhin gehe es um fünf Jahre und nicht fünf Punkte.
Glawischnig ist sich nicht mehr so sicher. Allerdings würde der wirkliche Wahlkampf erst beginnen. Könne man die Hälfte der Unentschlossenen überzeugen, dann würde das bedeuten, dass die Grünen ihre Stimmen verdoppeln.
Belakowitsch-Jenewein sieht die Themenführerschaft an ziemlich vielen Punkten.
Haubner sieht in Haider einen glaubwürdigen Kandidaten. Man sehe Kärnten als Vorbild für Österreich.

Einkommensschere Mann – Frau
Männer verdienen im Schnitt jährlich 27297 Euro. Frauen 60% des Männergehalts.
Belakowitsch-Jenewein sieht das Problem zum einen auf Seiten der Kinder. Zum anderen auf Seiten der Wirtschaftslage. Oft würden Frauen einfach nicht genommen.Lösungsvorschläge gibt es keine.
Glawischnig besteht auf eine gewisse Quote. Die Ausbildung hätten die Frauen ja auch.
Fekter haltet ebenso wie Belakowitsch-Jenewein nichts von der Quote. Mit Zwangsverpflichtungen hab ich meine Probleme.
Bures betont, dass es in Österreich durchaus Quoten gibt. Zum Beispiel gäbe es 40% Frauenanteil bei den Abgeordneten der SPÖ – leicht zufrieden zu stellen ist Doris Bures.
Haubner ist gegen Quote. Frauen würden dadurch auf ihr Geschlecht reduziert. „Du wirst genommen, weil du eine Frau bist.“

Frage von Glawischnig: „Glauben Sie wirklich, dass alle Männer in Führungspositionen qualifiziert sind?“ Und plötzlich reden alle. Inklusive Ingrid Thurnher. Im Geprappel wirft Fekter Bures etwas vor. Niemand weiß was. Bures rechtfertigt sich trotzdem.

Kinderbetreuung
Belakowitsch-Jenewein meint, man könne die Frage, wann ein Kind außerhalb des eigenen Heims beaufsichtigt werden können, nicht beantworten. Kinder hätten unterschiedliche Reife. Die Möglichkeit der individuellen Entscheidung müsse man den Eltern geben. Jeder Kindergartenplatz ab dem dritten Lebensjahr soll halbtags gratis sein. Allerdings nicht verpflichtend. Glawischnig fragt: „Warum nur halbtags?“ „Weil die Schule auch halbtags ist. Und die Familie auch bei der Erziehung miteinbezogen werden muss.“
Die ÖVP unterstützt die Wahlfreiheit der Bürger. Um frei wählen zu können, müsse es allerdings ein Bündel an Möglichkeiten geben. Für unter Dreijährige, über Dreijährige… Und man müsse auch akzeptieren, wenn die Mutter daheim bleiben wolle.
Neun von Zehn Kindern haben gar nicht die Möglichkeit den Kindergarten zu besuchen, weil es nicht genügend Einrichtung gibt, schimpft Bures. Die SPÖ sei also dafür zuerst genügend Möglichkeiten zu schaffen. Man brauche das Angebot bevor man anbieten kann.
Glawischnig stört das Wort Wahlfreiheit. Frauen hätten nicht die Wahlfreiheit. Rechtsanspruch für einen ganztägigen Kindergarten ab dem ersten Lebensjahr wollen die Grünen. Man solle auch über eine ganztägige Schule sprechen. Für Väter und Männer müsse es mehr Anreiz geben, Kinderbetreuung zu übernehmen. Für Kinder ist der Kindergarten Bildung.
Wenn man über Entscheidungsfreiheit spricht, dann muss auch das Angebot da sein, meint Haubner. In Wien würde der Kindergarten sehr viel kosten. Das letzte Jahr vor der Schule fordert das BZÖ ein verpflichtetes Kindergartenjahr.

Beispiel: Was soll einem 13 Jährigen passieren der die Handtasche von Frau Fekter gestohlen hat?

Belakowitsch-Jenewein meint, dass sich Jugendliche ab zwölf durchaus bewusst sind etwas falsches gemacht zu haben. Sozialarbeit, die Jugendlichen zur Verantwortung zu ziehen, wäre für die FPÖ der richtige Weg.
Fekter will den Jugendlichen ab 13 das Unrecht bewusst machen. „Sie sollen den Dreck den sie gemacht haben wieder wegräumen.“
Bures findet, dass die momentanen Gesetze durchaus ausreichend sind. Es gehöre forciert, das in Schulen Aufklärung betrieben wird.
Glawischnig ist traurig, dass es beim Thema Jugendliche nur um Kriminalität geht. Man solle über Bildung reden.
Haubner sieht das prinzipiell nicht anders als Glawischnig. „Die Jugendlichen sind keine Schläger.“

Nach der Wahl?
Belakowitsch-Jenewein würde Gespräche mit allen Parteien führen, weil sie in alle Richtung offen ist.
Haubner ist auch nach allen Seiten offen.
Glawischnig hat bei der FPÖ wirklich große Probleme.
Fekter meint, wer für eine stabile Regierung ist, der ist für uns ein Partner.
Bures will Zusammenarbeit über alle Parteien hinweg. Das BZÖ und die FPÖ kommen für die SPÖ nicht in Frage.

Zusammenfassung: Viel fairer als bei den Herren ging es bei den Frauen zu. Aufzählen von Themen und kaum Kritik von Gegenüber. Einzig Glawischnig versuchte eine Diskussion anzuzetteln. Fekter und Bures waren ebenfalls ständig im Clinch.

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