Faymann vs. Molterer

Eine der zwei Hauptentscheidungen die Nationalratswahl 2008 betreffend fand heute Abend statt. Im Rahmen der Wahlkonfrontation saßen sich Werner Faymann und Willi Molterer im viel zitierten Kanzlerduell gegenüber.
Der zweite Entscheidungspunkt findet morgen statt. Und zwar wenn das BZÖ bekannt gibt ob es für oder gegen eine Halbierung der Mehrwertsteuer auf Lebensmittel ist. Meiner Meinung nach einer der Hauptpunkte im Kampf Faymann – Molterer. Dieses Thema wird vermutlich auch in der Konfrontation zur Genüge behandelt wesrden.

Vertrauen
„Wenn man die 18 Monate so wie ich auch miterlebt hat, dann wundert das einen nicht.“ Schüssel und Molterer hätten die ganze Zeit überlegt, wie man das letzte Wahlergebnis korrigieren kann, meint Faymann. Gibt aber doch zu, dass auch die SPÖ Fehler gemacht hat.
Molterer findet es bedenklich, dass Faymann da weiter macht wo Gusenbauer aufgehört hat. „Wir sollen nicht mehr versprechen als wir nach Wahlen halten können. Nachdem Kreisky-Rucksack, den schon viele tragen legen Sie noch das Faymann-Packerl drauf.“ Molterer appeliert bereits nach 5 Minuten an Faymann und den morgen kommenden Großkampftag im Parlament.
Nach wenigen Minuten reden die beiden Spitzenkandidaten das erste Mal gleichzeitig. Wenn auch nur kurz.
Die beiden Hetten rechnen miteinander ab. Vergangenheitsbewältigung, aber so richtig.

„Wer soll nach der Steuerreform weniger und wer mehr Steuern zahlen?“
Molterer: Der Mittelstand und Familien mit Kindern sollen mehr Unterstützung bekommen. Mehr zahlen wird niemand.
Und wieder geht es um. Beide reden. Thurnher mischt sich ein. Erfolglos. Untergriffe am laufenden Band.
Faymann: Ist beinahe nicht in der Lage, konkrete Antworten geben. Aber gegen Molterer wettern, das kann er. „Es ist eine Steuerentlastung. Es ist ein Modell bei dem zurückgegeben werden soll um die Kaufkraft zu steigern.“

Streit. Vergangenheitsbewältigung. Vorwürfe. Vergangenheitsbewältigung. Streit.

Offensichtlich sind Faymann und Molterer nicht in der Lage zu memorieren wer, wann, was, wo und weshalb vorgeschlagen hat. Faymann wirft Molterer vor eine Idee gehabt haben: „Das war eine Idee Buchingers“, meint Molterer. Faymann erzählt von einer Idee der SPÖ. Molterer: „Das habe doch ich vorgeschlagen.“

Pensionen
„Das staatliche Pensionssystem ist gesichert (und müsse verstärkt werden). Beschäftigung soll dazu führen, dass etwas in der Pensionskasse ist.“ In den nächsten Jahren wären die Pensionen gesichert, ist Faymanns Meinung.
Molterer: 1. Die Frage der Weiterentwicklung der staatlichen Säule ist wichtig. 2. Man muss alles tun, um Wachstum und Beschäftigung zu haben. 3. Das System ist ständig zu adaptieren.
Wieder fallen sich die beiden Herren ins Wort. Seitenhiebe an allen Ecken und Enden. Mit einer Diskussion hat das kaum etwas zu tun.

Frauen
Bei der ÖVP sind von 407 Listenplätzen 203 Frauen „so wie es sich gehört.“ Bei den Lehrfunktionen an den Universitäten müsse der Anteil der Frauen erhöht werden.
Faymann möchte die Ursache beseitigen warum Männer und Frauen unterschiedlich viel verdienen. Jene Frauen die sagen sie wollen rasch wieder einsteigen sollen die Möglichkeit haben, ausreichend Möglichkeiten der Kinderbetreuung finden.

Umweltschutz
Faymann hat persönlich versucht nur ein Auto zu haben, Faymann hat aber auch den Vorteil in der Nähe einer U-Bahnstation zu wohnen, hat ein Dienstauto, das mit Gas betrieben wird.
Molterer besitzt eine Jahreskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel. Zu Hause hat Molterer eine ganz effiziente Energienutzung.
Thurnhers Übergang ist genial. Die Herren reden wie sehr sie die Umwelt schützen, sie fragt, ob das Autofahren teuer bleiben soll?
Molterer ist dagegen. Ist aber für das Österreichticket für die Öfis in ganz Österreich (120€/Monat).
Faymann will für Salzburg, Innsbruck und Linz das U-Bahnnetz ausbauen. Die 120 Euro pro Monat sind für Faymann zu viel.

Frage: Ob der eine dem anderen im Falle einer Niederlage einen Job anbieten würde?
Molterer schwaffelt über die Ideen der ÖVP. Und jeder der so mitarbeitet ist erwünscht.

Frage: Warum die ÖVP, aber ohne Molterer?
Molterer habe keinen Politikstil. Bremsen, verhöhnen, das würde Molterer können. Gemeinsam arbeiten sei mit ihm nicht möglich.

Faymann

Fairness: 0
Inhalt: 2
Schlagfertigkeit: 2
Beantwortung der Fragen: 2
Auftreten: 3
Gesamt: 9

Molterer

Fairness: 0
Inhalt: 2
Schlagfertigkeit: 3
Beantwortung der Fragen: 1
Auftreten: 3
Gesamt: 9

Streiten alleine reicht nicht. Einer der beiden wird Kanzler. Alles was mir dazu einfällt: Oh du armes Österreich!

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2 Antworten to “Faymann vs. Molterer”

  1. Da is wohl wer biased!

  2. clemensticar Says:

    sag mir schnell was biased heißt, dann kann ich es eventuell bestätigen…

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