Die laue Brise vor der heißen Phase

Nachdem, wie nicht anders zu erwarten, auch die New York Times eine Wahlempfehlung für den demokratischen Präsidentschaftskandidaten ausgesprochen hat, und obwohl Barack Obama, den jüngsten Umfragen zufolge, klar vor seinem republikanischen Kontrahenten John McCain liegt, wird auf das Thema Hautfarbe in den Medien immer noch ein besonderer Augenmerk gelegt.

Vierzig Jahre nach dem tödlichen Attentat auf Rev. Martin Luther King Jr. ist es für viele Beobachter anscheinend immer noch denkbar, dass Obama trotz seiner offenkundigen, popstar-gleichen Beliebtheit, von vielen Wahlberechtigten aufgrund von Ressentiments nicht gewählt wird.

Allerdings muss man betonen, dass die Mehrzahl dieser Wähler in Staaten lebt, die ohnedies dem republikanischen Lager zugeordnet werden, weshalb der Faktor Hautfarbe nicht überschätzt werden sollte. In einer Phase, die – kurz vor dem definitiven Endspurt – nicht gerade vor Inhalt strotzt, wird seitens der Medien vermehrt auf Softthemen eingegangen. Man kann davon ausgehen, dass die heiße, letzte Phase im Wahlkampf nach Obamas Rückkehr von Hawaii am Samstag beginnen wird. Denn McCain und sein Team werden bestimmt noch mit allem auffahren, was ihnen an Ideen geblieben ist, um doch noch in den Battleground-Staaten punkten zu können.

Man darf gespannt sein, welche strategischen Schritte der republikanische Fast-Schon-Underdog in der finalen Phase noch setzen wird.

Imre Withalm

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