Macht Journalismus Demokratie krank?

Macht Journalismus Demokratie krank lautet der Titel der heutigen von der ÖVP organisierten Diskussionsrunde – über Macht und Mediendemokratie. Peter Bermann leitet wie gewohnt die Diskussion – Diskutanten sind Christoph Biró, Kronen Zeitung, Michael Frank, Österreich-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung, Eva Weissenberger, Kleine Zeitung und der Kommunikationswissenschaftler Peter Plaikner.

Hier gibts das Video zur Veranstaltung.

Wieder beruft sich Bermann auf wikipedia „es soll ja noch genauer sein als der Brockhaus“, als er alle Diskutanten auf Detail genau vorstellt – so kommt etwa heraus, dass Christoph Biró 23 Jahre alt war, als er maturierte.

Fühlen sich die Herrschaften als vierte Gewalt?

Frank meint, sich als vierte Gewalt zu fühlen ist ein Schritt in eine ganz verkehrte Richtung – eine Fehleinschätzung der eigenen Aufgabe. Der Journalist hat die eigentliche Macht im Staat, nämlich die Menschen, zu kräftigen. Politik beschreiben und nicht betreiben – betreiben ist nicht die eigentliche Aufgabe der Medien.

Weissenberger meint, dass die Kleine Zeitung in der Steiermark mächtig ist, sie gibt Frank Recht, der Journalist darf sich nicht als Politikmacher sehen – die Glaubwürdigkeit darf nicht ausgenutzt werden. Sie betont die Meinungsvielfalt der Kleinen Zeitung und meint sie ist gespannt, was Christoph Biró dazu sagt.

Biró sieht nicht sehr viel Einfluss der Medien – immerhin hat die Krone einen Mitte-Links-Kandidaten unterstützt, die Rechten haben aber gewonnen. Der Begriff Macht müsste durch Einfluss ersetzt werden.

Plaikner will nicht nur die Krone festnageln. Er sieht die Verknüpfung zwischen Auflage und Einfluss nicht ganz – das hängt durchaus von der Zielgruppe ab. Zusätzlich meint er, dass nicht der einzelne Journalist über Macht verfügt, durchaus aber das Medium.

Frank weist auf die Seite in der Krone kurz vor der Wahl hin, wo erklärt wurde, welche Partei Tiere wählen würden – er hat das Gefühl, dass die Krone selbiges auch mit Menschen machen würde – nämlich das schreiben, was der Mensch denkt.
Krone und Bild kann man nicht vergleichen – die Bild hätte immerhin Humor!

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3 Antworten to “Macht Journalismus Demokratie krank?”

  1. […] Zwischenrufe war alles in Ordnung. Was die Podiumsteilnehmer so gesagt haben hat Clemens schon hier berichtet, darauf will ich nicht näher […]

  2. danke für die zusammenfassung. frage: das video auf der vp-seite. das machts ja ihr (also die fh …) – die tonqualität (also das „kaumzuhören“): liegt das (wieder einmal) am server der vp? cu christian

  3. clemensticar Says:

    Ja, das machen Auserwählte von uns. Woran das Problem Tonqualität liegt kann ich nicht beurteilen, ich weiß nur, dass in der Vorwoche einiges schief gelaufen ist. Insofern, dass das ganze Audiosignal übersteuerte und das dann noch hinzukriegen ist quasi unmachbar. Worans diesmal liegt – wie gesagt – keine Ahnung…

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