Was will er denn, der Pröll?

Zuerst verschiebt Pröll die große Sitzung. Dann heißt es nach dem Vieraugengespräch mit Faymann, dass die Verhandlungen auf Eis gelegt sind. Da frag ich mich was will er, der Pröll?

Regieren offensichtlich nicht. Immerhin ist er der, der die Wahl als Zweiter beendet hat (wenn auch nicht er selbst, seine Partei ist es) –  nicht in der Situation Faymann ein Zehn-Punkte-Programm vorzulegen. Egal wie sinnvoll es sein mag. Egal wie wichtig es sein mag.

Wenn aus einer Verhandlungsrunde ein gutes Regierungsteam entstehen soll, dann muss es doch möglich sein, die zehn Punkte auszuverhandeln. Da sollte man sich keinen Zettel überreichen müssen und indirekt sagen, bevor ihr die zehn Punkte nicht so behandelt wie wir es wollen, müssen wir nicht weiterdiskutieren. Es kann doch nicht sein, dass man sich, bevor die Regierungsarbeiten überhaupt begonnen haben nichts mehr zu sagen hat. Auf so eine Regierung kann ich verzichten.

Aber welche Alternativen hat er denn, der Faymann? Er kann mit Blau und Orange versuchen zu koalieren – wobei er das von Anfang an ausgeschlossen hat. Wird er also nicht machen.

Minderheitsregierung unterstützt von den Grünen? Wenn es die Grünen machen, dann, das ist Faymann klar, ist das eine Regierung die zum Scheitern verurteilt ist – und die SPÖ bei der nächsten Wahl genauso.

Bleiben also Neuwahlen. Oder man stimmt den zehn Punkten von Pröll zu. Und wieder einmal habe ich den Eindruck, eigentlich hat die ÖVP die Wahl gewonnen.

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5 Antworten to “Was will er denn, der Pröll?”

  1. du sagst es. mich erinnert das an diese kleinen kinder, die sich hysterisch schreiend auf dem boden rollen, weil mami ihnen keinen schlecker kauft.

  2. […] andererseits – Was will er denn, der Pröll? Unverhältnismäßig viel Macht? Die Parteiinternen Kritiker ruhig stellen? Die Weltherrschaft? […]

  3. clemensticar Says:

    Ich ärgere mich in erster Linie über die ÖVP – nicht weil sie sich wie kleine Kinder benehmen, sondern weil sie alle anderen wie kleine Kinder behandeln. Das ging bei Molterer im Wahlkampf los, als er allen erklärte wie man Politik macht („Das tut man nicht“). Das ging mit ihm nach der Wahl weiter, als er meinte, es kann nicht sein, dass Faymann bereits das Ergebnis analysieren kann – er muss es sich erst genauer anschauen – „Das macht man so“. Dann ist der große Politikerklärer zurückgetreten (worden) und Pröll kam nach. Und jetzt gibts die zehn Gebote des Josef P. wie @boomblitz so schön geschrieben hat.

  4. mhm. was würde die welt nur ohne die övp machen? [untergehen. im gottlosen chaos versinken. oder so.]

  5. clemensticar Says:

    Genau. Danke liebe ÖVP.

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