Über Quoten…

Da gibt es mit Heinisch-Hosek eine neue Frauenministerin. Und sie setzt gleich bahnbrechendes durch. SPÖ und ÖVP einigen sich auf eine Frauenquote in Aufsichtsräten – 40% soll der Anteil der Frauen in Aufsichtsräten bis 2010 betragen. Heinisch-Hosek freut sich über diese Einigung. Unverständlich meine ich.

Sollte man als Frauenministerin nicht mehr als 40% Frauenanteil wollen? Oder ist Österreich als Land so fertig, dass jedes Prozentpünktchen in Richtung Gleichberechtigung gleich gefeiert werden muss?

Und muss man Gleichberechtigung überhaupt in Prozenten messen? Sollte Gleichberechtigung nicht eigentlich automatisch gehen? Und warum geht es nicht? Geht es nur in Österreich nicht? Oder überhaupt? Sollte nicht einfach immer der/die geeignetere den Job bekommen (und nicht, in manchen Fällen, automatisch die Frau um eben etwas für die Quote zu tun)?

Ich mag Gleichberechtigung. Quoten mag ich nicht. Schon gar nicht wenn sie in Prozenten gemessen werden.

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8 Antworten to “Über Quoten…”

  1. ich bin schon für quoten. „frauenquote“ soll ja nicht heißen, dass irgendwelche frauen zum zug kommen. sondern dass bei gleicher qualifikation eine frau vorzuziehen ist. das hat nichts mit almosen zu tun.

    im idealfall bekäme immer die geeignetste person den job. das wünsche ich mir auch. in der realität allerdings bekommt jemand den job, weil er (sehr selten sie) gute kontakte zu den wesentlichen personen hat. oder er (sehr selten sie) das richtige parteibuch. oder weil man von seinen (selten ihren) qualifikationen überzeugter ist, weil er (selten sie) sich viel besser präsentieren kann.

  2. clemensticar Says:

    Ich bin auch für Quoten – ist ja gar kein Thema. Mich stört nur der Versuch, dass (irgendwie) gesetzlich festlegen zu wollen.
    Und eben wegen dieser Regelung wird oft sie (und nicht er) angestellt – und das nur um der Quotenregelung gerecht zu werden.

  3. ich bin ja grundsätzlich idealistisch. aber ich fürchte, dass ohne eine solche regelung, die die ganze sache erst einmal ins bewusstsein der menschen, vor allem der entscheidungsträgerInnen bringt, sich in 100 jahren noch immer nichts geändert haben wird. ist das pessimismus oder realismus? 😉

  4. clemensticar Says:

    Klar, aber warum dann 40%??? 50% wär doch die Hälfte oder hab ich einen Rechenfehler?

  5. nein, du rechnest völlig richtig 🙂
    [aber das ist was für idealistInnen *g*]

  6. clemensticar Says:

    Tja, bin ich wohl – also ein Idealist halt…

  7. Eine Quote kann keine Gleichberechtigung schaffen – meine Meinung. Die Frau will nicht benachteiligt werden, weil sie eine Frau ist. Sie würde sich aufgrund ihres Geschlechts aber doch bevorzugen lassen?

    Selbstverständlich müssen mehr Frauen in die Politik. Es müssen ja auch immer mehr Frauen in die Chemie und in die Technik (toller Vergleich? hehe). Wir wissen, dass Veränderungen Zeit brauchen, und schaut man auf die politische Geschlechterverteilung vor nur wenigen Jahrzehnten, lässt sich bereits eine deutliche Verbesserung für die Politikerin feststellen.
    Und ich denke, darin liegt das „Geheimnis“: Geduld haben.

    Eine Frauenquote soll und wird den Prozess beschleunigen, aber ob sie zu einer Bewusstseinsbildung ohne Bitterkeit und Zwist führen kann, ist die Frage.

  8. clemensticar Says:

    Klar.
    Ich mag das Wort Quote auch nicht. Finde es erschreckend, dass man Quoten erstellen muss um Männer und Frauen gleichberechtigen zu können.

    Aber wenn schon Quote dann 50/50.

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