Archive for the Medien Category

Posted in Österreich, Medien, Politik with tags , , , , , , , , on Februar 12, 2009 by clemensticar

Der erste Lehrer, der islamische Religion unterrichtet hat Unterrichtsverbot bekommen. Er soll seinen Schülern eine Liste mit jüdischen Geschäften ausgeteilt haben mit der Aufforderung dort nicht einzukaufen.

Der Religionslehrer wurde von der islamischen Glaubensgemeinschaft verwarnt – das war Unterrichtsministerin Claudia Schmied aber zu wenig.  Sie hat ein sofortiges Unterrichtsverbot gegen ihn erlassen. Vertreter der islamischen Glaubensgemeinschaft hält das Verhalten genau wie Schmied für inakzeptabel – eine Entlassung des Lehrers ist also nicht auszuschließen.

Alles gut und schön. Irgendwie ist es nicht okay Schüler derart zu „manipulieren“. Ich hätte allerdings gerne, dass nicht nur Lehrern für islamische Religion genauer auf die Finger geschaut wird, sondern Lehrern ganz allgemein. Wenn das nicht passiert ist der Fehler im Unterrichtsministerium zu suchen.
Sollten solche genauen Überprüfungen aller Lehrer tatsächlich stattfinden (ich kann es mir nicht vorstellen) ist der Fehler bei den Medien zu finden – Berichterstattung über Lehrer für islamischen Religionsunterricht scheinen offenbar mehr zu interessieren – das Bedürfnis der Masse zu decken ist aber meiner Meinung nach nur bedingt die Aufgabe der Medien.

weitere Informationen über islamischen Religionsunterricht:

  1. Andreas Mölzer
  2. Presseaussendung FPÖ
  3. Universität Wien
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Dazu nein danke

Posted in Österreich, Medien, Politik with tags , , , , on Januar 17, 2009 by clemensticar

Zitat Landeshauptmann Dörfler: Eine Negermama und eine
weiße Mutter sitzen im Zug von Klagenfurt nach Wien und stillen ihre Babies. Das weiße Baby hört plötzlich auf zu trinken, “zeigt auf das Negerbaby und sagt: „Mama, ich möchte auch Kakao.

Auf solche Landeshauptmänner kann Österreich verzichten.

Hier die Presseaussendung zum Thema.

Auch interessant die Schlagzeile auf oe24.at: Dörfler soll rassistischen Witz erzählt haben

Ein Brief oder Zensur auf Österreichisch

Posted in Österreich, Medien, Politik with tags , , , , , on Januar 12, 2009 by clemensticar

Sehr geehrte Frau Bundesministerin Band geehrter Herr Bundesminister Hahn,

Heuer im Sommer habe ich einen Tag in der Justizvollzugsanstalt Karlau verbracht um eine Reportage zu verfassen. Dieser Text war die Abschlussarbeit in einer Lehrveranstaltung an der FH JOANNEUM, ich studiere dort Journalismus und Unternehmenskommunikation.

Vor etwas mehr als zwei Monaten beschloss ich diesen Text an den Falter zu verkaufen. Wie vereinbart habe ich die Reportage vorher an die Pressestelle des Justizministeriums geschickt. Darum wurde ich gebeten, es würde sich allerdings nur um Förmlichkeiten handeln wurde mir erklärt, als ich um die Erlaubnis ansuchte einen Tag in der Justizvollzugsanstalt zu verbringen.

Voller Vorfreude habe ich auf das E-Mail gewartet, dass mir erlaubt die Reportage zu veröffentlichen. Das kam aber nicht, ganz im Gegenteil. Ihre Pressesprecherin teilte mir freundlich mit, dass sie nach Absprache mit Kollegen meine, ich würde Klischees die der Strafvollzug hat verstärken anstatt sie zu entkräften. Ich muss Ihnen sagen Frau Herr Bundesminister, wenn ich einen Tag in der Karlau verbringe um eine Reportage über den Strafvollzug in österreichischen Gefängnissen zu verfassen, dann sehe ich es nicht als meine Aufgabe Klischees zu entkräften. Das ist wohl eher die Aufgabe ihrer Kommunikationsabteilung.

Ich bin gerne bereit Ihnen ein Konzept zu verfassen, dass dazu beiträgt die Klischees im Strafvollzug zu minimieren. Zwei Dinge kann ich Ihnen aber versichern:

  1. Das Konzept wird mehr kosten als die Reportage dem Falter gekostet hätte.
  2. In dem Konzept wird klipp und klar drinnen stehen, dass Texte über den Strafvollzug veröffentlicht werden – Klischee hin und her. Wie soll man Klischees denn los werden wenn Sie nicht thematisiert werden? Und glauben Sie mir Frau Herr Bundesminister, die Karlau kam in meinem Text nicht schlecht weg.

Wenn das Justizministerium allerdings der Meinung ist, Texte über den Strafvollzug verbieten zensurieren verbieten muss, dann bleibt mir nichts anderes übrig als das zu Kenntnis zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Clemens Ticar

Was sich HEUTE so abspielt…

Posted in International, Medien, Politik, Religion with tags , , , , on Dezember 17, 2008 by clemensticar

Alter Schwede hab ich mir gerade gedacht als ich von einem Freund diesen Link hier bekommen hab. Da schreibt das Medium Heute also tatsächlich(Achtung: Zitat):

Weiters sorgt für Aufregung, dass das 1903 als Offizierskasino mit Fecht- und Speisesaal erbaute Militärgebäude an die Religionsgemeinschaft Bahá’i verkauft wurde. Denn: Den persischen Glaubensbrüdern wird nachgesagt, enge Kontakte zur Terrororganisation Hamas zu haben.

Es stellt sich natürlich die Frage: Wie kommt man auf so einen Gedanken? Der Freund, der mir den Link schickte gehört der Religionsgemeinschaft Bahá’i an. Nichts liegt näher als ihn zu fragen.

Er kann diese Anschuldigung alles, aber nicht verstehen. Denn: Der Iran beschuldigt die Bahá’i Gemeinde für das zionistische Israel zu arbeiten. Die Begründung: das Weltzentrum der Religionsgemeinschaft liegt in Haifa. Zusätzlich haben die Bahá’i guten Kontakt zu Israel. Dazu ist zu sagen, dass diese Anschuldigung ein unbegründeter Vorwand ist um die Verfolung der Bahá’í im Iran zu rechtfertigen.  Stellt sich also die Frage wie HEUTE auf die Verbindung mit Hamas kommt. Hamas und Israel können dann wohl doch nicht so gut.

Statement des Freundes: vielleicht hamses vertauscht oder so…

superinternet am Barcamp Graz

Posted in Österreich, Barcamps, Medien, Web 2.0 with tags , , , , on November 22, 2008 by clemensticar

Heinz und Jochen präsentierten am Barcamp Graz die neue Diskussionsplattform superinternet. Hier ist unter Blogreactions nachzulesen warum diese Plattform überhaupt gegründet werden musste.

Wozu diese Plattform?

Dem ORF sollen konstruktiv Vorschläge gemacht werden um den Onlineauftritt zu verbessern.

Diskussionsbeitrag der Saison

Christian unterstützt den Online-Auftritt des ORF. Ö1, FM4 und orf.at wäre besser als alles andere des ORF. Für „normale“ Internetnutzer würde orf.at genügen – „wir würden ja twittern bevor wir mitander reden“ 😀

Bild und Österreich sei Dank…

Posted in Österreich, Medien with tags , , , , on November 11, 2008 by clemensticar

Wenn die lebenden österreichischen Politiker nichts wirklich bloggenswertes leisten, dann kann man sich noch immer auf zweierlei verlassen:

  1. Schneeengel, der mich wieder einmal auf etwas aufmerksam gemacht hat.
  2. die Bild.

Da gibt es nämlich die ersten Bilder von Haiders Grab.  oe24.at steht nicht viel nach. Der Bericht auf der Homepage von Österreich ist ausführlicher – ein markanter Unterschied im Abschlusssatz fällt allerdings auf:
Während auf bild steht, dass Claudia Haider befürchtet, dass „braune Pilger“ das Grab ihres Mannes besuchen werden, sind es auf Österreich nur tausende Fans.

Wer hat da jetzt was falsch zitiert? Oder hat Claudia Haider zwei unterschiedliche Antworten gegeben? Man weiß es nicht.

Dankbar stehe ich auf jeden Fall vor Bild und Österreich, die mir in Tagen wie diesen endlich wieder was zu bloggen geben.

edit:

Ich bin von einer Studienkollegin darauf hingewiesen worden, dass ich Claudia Haider Aussagen in den Mund legen würde, die sie eventuell gar nie getätigt hat. Das tut mir Leid.
Ich wollte nur zeigen, dass, während die Bild von „braunen Pilgern“ spricht, oe24.at das Wort Fans verwendet.

Barack – Back To Black?

Posted in Medien, Politik, US, Wahlkampf08 with tags , , , , on November 5, 2008 by Imre Withalm

Barack Hussein Obama wurde zum nächsten Präsidenten der USA gewählt. Eine durchgemachte Nacht, die kaum Überraschungen gebracht hat.

Was mir in der ORF-Berichterstattung zur Wahl aufgefallen ist war der übertriebene Fokus auf Obamas Hautfarbe. Natürlich ist es ein Meilenstein der amerikanischen Geschichte, wenn ein Kandidat mit afrikanischer Herkunft zum Präsidenten gewählt wird. Allerdings sollte der Demokrat nicht darauf reduziert werden.

Obama stand für Wandel und positionierte sich als Antipode zum unbeliebten Präsidenten Bush. Sein republikanischer Gegner beging mit der Wahl von Sarah Palin als „running mate“ einen taktischen Fehler, der ihm letztendlich jegliche Chancen auf einen Sieg genommen hat. Obama kam die Finanzkrise zu Gute, ein Thema, das traditionellerweise den Demokraten nützt. Der Senator von Illinois ist ein brillanter Redner und hat mehr als einen Wahlkampf betrieben. Er hat eine Bewegung ausgelöst.

All das sind Dinge, die keineswegs mit Obamas Hautfarbe zusammenhängen. Die Medien scheinen hierbei hinter der Bevölkerung her zu hinken. Für den amerikanischen Wähler hat Obamas Ethnie eine erheblich geringer Rolle gespielt als zum Beispiel sein elitärer Status. Die Klasse war von wesentlich höherer Bedeutung als das gesellschaftliche Konstrukt der „Rasse“.

Es bleibt zu hoffen, dass Obama an seinen Taten beurteilt wird und nicht als „der Schwarze, der es geschafft hat“ abgetan wird. Sehen wir den klaren Sieg des gebürtigen Hawaiianers doch lieber als Schritt zur lange notwendigen Selbstverständlichkeit, die das junge Amerika ja schon längst beherzigt. Endlich wurde dieser wichtige Schritt zur Normalisierung der gesellschaftlichen Verhältnisse getan.

Übrigens ging der Zitrusfrucht-Apendix an Obama!

Imre Withalm