Archive for the Steiermark Category

Einmal keine Politik…

Posted in Österreich, Steiermark with tags , , , , , , on Dezember 17, 2008 by clemensticar

Jetzt tut sich schon längere Zeit nichts oder wenig bloggenswertes in der österreichischen Politik. Damit mein Blog aber nicht allzu lange unbeschrieben bleibt möchte ich diesen Eintrag als Anlass nehmen und zwei Menschen vorstellen, die ich im Rahmen meines Zivildienstes bei Leib und Söl in Passail kennen lernen durfte.

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Die Post bringt allen was…

Posted in Österreich, Steiermark with tags , , on November 10, 2008 by clemensticar

… momentan vor allem dem Staat: und zwar Arbeitslose. 9000 Jobs, vor allem Briefträger, will die Post abbauen. Und von den 1311 Postfilialen sollen nur mehr 300 überbleiben.

Obwohl ich aufgrund meines Alters keine extreme Beziehung zu Postämtern habe, ist es für mich unvorstellbar, nicht in die Filiale in Passail gehen zu können. Um ein Paket abzuholen oder einen Brief aufzugeben.

Sei’s drum, ich möchte nicht zu emotional werden. Hinweis an alle Briefträger die bis 2015 abgebaut werden: Die ÖBB sucht Leute (das lässt zumindest das Erlebnis meiner Schwester gestern im Zug schließen – aber das ist eine andere Geschichte.)

andere Postings zum Thema Post:

Laurenz Ennser
roter Salon

„Volkspartei ohne Volk“

Posted in Österreich, Politik, Steiermark with tags , , , on September 30, 2008 by clemensticar

In der Landesparteizentrale der steirischen Volkspartei findet heute Abend eine Diskussion statt. Thema: „Volkspartei ohne Volk“. Spannend finde ich, dass das Thema bereits vor der Wahl feststand. Weise Voraussicht? Oder doch nur purer Zufall?

Kommunikationsberaterin Heidi Glück, Kurier Redakteurin Dr. Anneliese Rohrer, Politikberater Dr. Thomas Hofer und Meinungsforscher (Fessel-GfK) Univ.-Doz. Dr. Peter Ulram diskutieren, Mag. Peter Bermann moderiert.

Zu Beginn Musik, die ÖVP-Situation trefflichst beschreibend: „Spiel mir das Lied vom Tod“. Hannes Kartnig ist ein unerwarteter Gast (vielleicht wurde wegen ihm das Lied gespielt???). Peter Bermann betritt in super Kleidung die Bühne. Violetter Pullover, orange Hose, gelbe Socken, grüne Brille – ein Hingucker, zweifelsohne.

SMS-Umfrage bei steirischen ÖVP-Funktionären: 32,5% Regierung; 67,5% Opposition.
„Im Anschluss wird zu einem Trauermahl, oder einem Wiederauferstehungsessen geladen – je nach Verlauf der Diskussion“, meint Bermann, der gleich im Anschluss wikipedia zitiert und sich kaum später wundert, dass Daten nicht stimmen.

Rohrer bewundert alle, dass sie nach dem „Overkill“ nach der letzten Wahl noch Interesse an Politik haben. Und fügt hinzu, dass die Volkspartei noch nie freiwillig in die Opposition gegangen ist. Aber sie lässt sich gerne überraschen.
Am Scheitern der Regierung gibt sie auch den Journalisten Schuld – die Regierung wäre vom ersten Tag an in Grund und Boden geschrieben worden.

Glück meint, die Volkspartei wäre einfach unvorbereitet gewesen. Man wusst bereits über die Situation in der Regierung. Daher hätte man sich als Partei überlegen müssen, was man dann aus dem Hut zaubern kann. Und als Molterer meinte: „Es reicht“, wären alle auf Urlaub gegangen. Der Wahlkampf der ÖVP wäre eine Katastrophe gewesen, die Plakate hätten nicht nur Experten sondern auch von Rezipienten wirklich schlecht gefunden.

Ulram sieht in seinem Alter einen Vorteil: es häufen sich die deja vu-Erlebnisse. Und heuer wäre sehr ähnlich 1999 gewesen.
SPÖ und ÖVP haben bei den Jungwählern kaum Stimmen, die FPÖ ist mit Abstand die stärkste Partei. Selbes Bild gibt es bei Arbeitern und einfachen Angestellten. Und genau das wäre ähnlich 1999.

Hofer sieht nicht, dass die Journalisten die Regierung zerstört hätten. Das Cover des profils wäre schwer daneben. Heil hätte man sich nur nicht getraut dazu zu schreiben, meint Hofer.
SPÖ und ÖVP haben sich die Situation in der sie waren ganz alleine selbst zuzuschreiben. Die Journalisten haben nichts runtergeschrieben, wenn es etwas runterzuschreiben gibt, dann darf man das auch.
Im Wahlkampf wäre die ÖVP nicht zu verschonen – man habe alles falsch gemacht. Der Satz der SPÖ war: Wir wollen Österreich sozialer machen.  Den Satz der ÖVP kann keiner nennen (War da denn überhaupt etwas außer: Es reicht?).

Rohrer erzählt über die Stimmung des „Es reicht“-Tages. Die ÖVP-Funktionäre hätten gefeiert als ob man die Wahl gewonnen habe. Und niemand hat überlegt, wer mag uns denn eigentlich?

Agenda cutting würde man die 5-Punkte der SPÖ nennen, erzählt König. Denn nur kurz davor kam der Rechnungshofbericht und alles richtete sich gegen Darabos. Das galt es medial zu übertrumpfen.

Außer von Jörg Haider (der sich im Fernsehen fühlt wie der Fisch im Wasser) hätte man von keinem das Gefühl er fühle sich wohl. Da hat man den Eindruck sie gehen zum Zahnarzt. Meint zumindest Klubobmann Christopher Drexler. Ich nicht.

Mehrheitswahlrecht (Relativierung des Leitartikels)? Wenn, dann Persönlichkeitskonzentriert. Wenn, dann 50% minus einen Sitz, meint Hofer.

JUKreiz

Posted in Österreich, Kultur, Medien, Musik, Steiermark with tags , , , on September 29, 2008 by clemensticar

Morgen startet das Ausbildungsportal JUKreiz. Eine tagesaktuelle Nachrichtenradiosendung, AUFstrich, und ein wöchentlicher podcast, kaffeeSATZ, der das profil und den SPIEGEL vergleicht sind anfangs im Programm. Mehr ist geplant.

Morgen früh wird die erste Radiosendung auf Radio Helsinki ausgestrahlt. Thema: Wahlspecial. Zu hören ist die Sendung im Raum Graz auf 92,6 oder über den Livestream auf der Helsinkihomepage.

Für den Inhalt werden morgen Daniela Neubacher und Michael Thurm verantwortlich sein.

Attwenger in Weiz

Posted in Kultur, Musik, Steiermark with tags , , on September 26, 2008 by clemensticar

Den Frank Stronach Saal im Weizer Kunsthaus muss man sich folgendermassen vorstellen:
Es stehen zahlreiche Sessel in Reih und Glied. Die Personen sitzen auf diesen Sesseln und bleiben in der Regel auch sitzen. Egal was passiert. Egal wer was aufführt. Nicht so bei Attwenger.

Das Duo aus Oberösterreich brachte heute Abend selbst die Weizer Bevölkerung zum Tanzen. Und das ist bisher nur bei zünftiger steirischer Musik gelungen.

Respekt für die Geduld die sie mit dem langweiligen Weizer Publikum während der ersten beiden Nummern haben mussten. Respekt vor der musikalischen Qualität die Weiz zum Tanzen brachte.

Weiz – der Welt einen Schritt voraus

Posted in Österreich, Steiermark, Umwelt, Weiz with tags , , , , , on September 20, 2008 by clemensticar

Im Dezember 2005 wurde die Solidarregion Weiz gegründet. Globalisierung, Globalität und Solidarität stehen im Mittelpunkt dieser überparteilichen und überkonfessionellen Initiative.

Gestern wurde zum siebten Mal der Solidarpreis verliehen. „Weiz ist der Welt einen Schritt voraus“, meinte Fery Berger bei der Eröffnung dieses Festes.

Bevor es allerdings zur Verleihung dieser Preise kam, hielt Gero Jenner einen Vortrag, der wirklich unter die Haut ging (Literaturliste von Gero Jenner).

In vier Kategorien wurden Preise verleiht:

  1. Einzelpersonen und Familien
  2. Schulen, Fachhochschulen, Universitäten+
  3. Vereine, Unternehmen, Gesinnungsgemeinschaften
  4. Zukunftsprojekte

In all diesen Kategorien gab es 21 Einreichungen.

In Kategorie 1 gewann Franz Steinmann, der einen Brunnen in Uganda baute. Sein nächstes Projekt wird ein Kindergarten in Uganda sein, der bereits im Februar eröffnet werden soll. Neben den 1000 Euro die er gestern überreicht bekam, wird auch das Kulturkino Weiz, das in der Kategorie Zukunftsprojekte nicht gewinnen konnte, die Einnahmen der kommenden Filme Franz Steinmann zur Verfügung stellen.

Die Kategorie für Schulen konnte die VS-Weizberg für sich entscheiden. Schüler und Lehrer erforschen seit zwei Jahren das Leben rund um den Bach. Im Rahmen dieses Projektes wurde auch eine Bachreinigung vorgenommen.

In Kategorie 3 siegte ein Team, das sich mit Demenzkranken widmet. Neben Informationen über die Krankheit bot das Team auch Entlastung für die Betreuenden.

In Kategorie 4, hier wurden die Projekte geehrt, die noch nicht abgeschlossen sind, konnte sich die Gemeinde Puch durchsetzen. Ein Aktiv-Projekt für Senioren soll im Apfeldorf entstehen.

Alles in allem ein gelungener Abend der mit einem „Global Kryner Konzert endete. Das Einzig fehlende sind ähnliche Initiativen in ganz Österreich, damit nicht nur der Bezirk Weiz sondern ganz Österreich der Welt einen Schritt voraus ist.