Archive for the US Category

Keine Überraschungen?!

Posted in Politik, US, Wahlkampf08 with tags , , , , , , , on November 5, 2008 by clemensticar

Auch wenn Imre hier schreibt, es hätte keine Überraschungen gegeben – mich persönlich hätte ein Sieg McCains auch nicht wirklich überrascht. Von einer Bekannten, die in Amerika arbeitet meinte nämlich folgendes:

Die überzeugten Demokraten stehen zu 100% hinter Obama, hinter seiner Politik, hinter seinem Auftreten. Allerdings sehr viele nicht hinter seiner Hautfarbe. Sie meinte, die Rassendiskriminierung wäre in Amerika noch viel größer als sie nach außen scheint.
Entweder sie hat sich getäuscht, oder Obama war in der Lage extrem viele Wähler zu mobilisieren, die zuletzt nicht gewählt hatten.

Ich freue mich, dass Obama Präsident geworden ist. Ich freu mich für Amerika, ich freu mich für die Welt – immerhin war es bislang nicht möglich, dass ein Schwarzer das mächtigste Land der Erde regiert. Ein großartiger Schritt in die richtigste Richtung.

Einen Gedanken möchte ich trotzdem noch aufwerfen:
Österreich ist, so war zumindest die Stimmung wie ich sie mitbekommen habe, hinter Barack Obama gestanden. Angenommen wir Österreicher müssten uns zwischen einem Präsidenten Obama und einem Präsidenten McCain entscheiden. Ich bin mir irgendwie ziemlich sicher, dass, wenn es um Österreich ginge, McCain das Rennen machen würde. Ginge es allerdings um andere Staaten, dann wäre wohl Obama der Sieger.

Clemens Ticar

Barack – Back To Black?

Posted in Medien, Politik, US, Wahlkampf08 with tags , , , , on November 5, 2008 by Imre Withalm

Barack Hussein Obama wurde zum nächsten Präsidenten der USA gewählt. Eine durchgemachte Nacht, die kaum Überraschungen gebracht hat.

Was mir in der ORF-Berichterstattung zur Wahl aufgefallen ist war der übertriebene Fokus auf Obamas Hautfarbe. Natürlich ist es ein Meilenstein der amerikanischen Geschichte, wenn ein Kandidat mit afrikanischer Herkunft zum Präsidenten gewählt wird. Allerdings sollte der Demokrat nicht darauf reduziert werden.

Obama stand für Wandel und positionierte sich als Antipode zum unbeliebten Präsidenten Bush. Sein republikanischer Gegner beging mit der Wahl von Sarah Palin als „running mate“ einen taktischen Fehler, der ihm letztendlich jegliche Chancen auf einen Sieg genommen hat. Obama kam die Finanzkrise zu Gute, ein Thema, das traditionellerweise den Demokraten nützt. Der Senator von Illinois ist ein brillanter Redner und hat mehr als einen Wahlkampf betrieben. Er hat eine Bewegung ausgelöst.

All das sind Dinge, die keineswegs mit Obamas Hautfarbe zusammenhängen. Die Medien scheinen hierbei hinter der Bevölkerung her zu hinken. Für den amerikanischen Wähler hat Obamas Ethnie eine erheblich geringer Rolle gespielt als zum Beispiel sein elitärer Status. Die Klasse war von wesentlich höherer Bedeutung als das gesellschaftliche Konstrukt der „Rasse“.

Es bleibt zu hoffen, dass Obama an seinen Taten beurteilt wird und nicht als „der Schwarze, der es geschafft hat“ abgetan wird. Sehen wir den klaren Sieg des gebürtigen Hawaiianers doch lieber als Schritt zur lange notwendigen Selbstverständlichkeit, die das junge Amerika ja schon längst beherzigt. Endlich wurde dieser wichtige Schritt zur Normalisierung der gesellschaftlichen Verhältnisse getan.

Übrigens ging der Zitrusfrucht-Apendix an Obama!

Imre Withalm

Warten auf die Ergebnisse

Posted in Politik, US, Wahlkampf08 with tags , on November 5, 2008 by Imre Withalm

ORF 2 schauen. Armin Wolfs Blog lesen. Kaffee trinken. Und vor allem warten, warten, warten… Was tut man nicht alles um LIVE dabei zu sein, wenn  heute nacht möglicherweise Geschichte geschrieben wird.

Es ist durchaus interessant, wen der ORF noch interviewt um Sendezeit zu überbrücken. Die Wahlnacht-Sondersendung führt uns in die tiefsten Untiefen der amerikanischen Seele. Wollen wir überhaubt soweit vordringen?

Die US-Wahl ist nunmahl mehr als nur eine Entscheidung über die politische Zukunft der USA und auch der Welt. Sie ist vor allem auch ein mediales Ereignis.

Erste Ergebnisse bringen keine neuen Erkenntnisse. Von meiner Seite gibt es mehr, sobald es was zu berichten gibt.

Imre Withalm

Everybody Loves the Sunshine State

Posted in Politik, US, Wahlkampf08 with tags , , , , on Oktober 30, 2008 by Imre Withalm

So, nun haben wir also mal wieder einen Präsidentschaftswahlkampf in Amerika und wieder einmal richten sich gegen Ende alle Augen auf das Altersheim der Nation: Florida.

Die Form des Bundesstaates reflektiert ja bekanntermaßen die Libido seiner Bewohner. Das sollte einem zu denken geben, denn Frustration führt zu irrationalem Verhalten. Ein Präsidentschaftskandidat, von dem man durchaus gerechtfertigterweise annehmen kann die selben Probleme zu haben, wirkt da womöglich als attraktive Option. Gemeinsames Leiden verbindet.

Aus Angst Florida könnte erneut zum Sterbebegleiter der Hoffnung werden, versuchen Enkelkinder nun ihre Großeltern im Appendix der USA davon zu überzeugen Obama zu wählen. Viele junge Amerikaner wollen nicht doch noch einen 72jährigen Milchbubi mit Foltererfahrungen und einen Pitbull voller Lippenstift an der Spitze ihres Landes sehen.

Aber die zitrusfruchtverspeisende Bevölkerung fürchtet nun einmal, dass der Protektionsstatus Israels unter einem Sozialisten geschwächt werden könnte. Und niemand verbringt gerne seine Pension in Angst um Zion.

Es wäre interessant zu erfahren, was der eloquente Joe davon hält.

Imre Withalm

Spieglein, Spieglein…

Posted in US, Wahlkampf08 with tags , , , on Oktober 25, 2008 by Imre Withalm

Nur eine kurze Anmerkung zu McCains Wahlkampfhelferin Ashley Todd, die behauptete ein großgewachsener Afroamerikaner hätte ihr, nachdem dieser einen McCain-Sticker auf ihrem Auto gesehen hatte, den Buchstaben „B“ in die Wange geritzt:

Das B im Gesicht der Frau ist spiegelverkehrt, was in meinen Augen ein eindeutiger Hinweis darauf ist, dass sich die 20jährige das Schriftzeichen, das laut Todds eigenen Angaben auf den Anfangsbuchstaben von Obamas Vornamen verweisen soll, selbst in ihr Gesicht geritzt hat.

Mittlerweile gehen die Behörden davon aus, dass die Geschichte erfunden ist. Das oben genannte Indiz hätte der Polizei allerdings sofort auffallen müssen.

Imre Withalm

Die laue Brise vor der heißen Phase

Posted in Politik, US, Wahlkampf08 with tags , , , , , on Oktober 24, 2008 by Imre Withalm

Nachdem, wie nicht anders zu erwarten, auch die New York Times eine Wahlempfehlung für den demokratischen Präsidentschaftskandidaten ausgesprochen hat, und obwohl Barack Obama, den jüngsten Umfragen zufolge, klar vor seinem republikanischen Kontrahenten John McCain liegt, wird auf das Thema Hautfarbe in den Medien immer noch ein besonderer Augenmerk gelegt.

Vierzig Jahre nach dem tödlichen Attentat auf Rev. Martin Luther King Jr. ist es für viele Beobachter anscheinend immer noch denkbar, dass Obama trotz seiner offenkundigen, popstar-gleichen Beliebtheit, von vielen Wahlberechtigten aufgrund von Ressentiments nicht gewählt wird.

Allerdings muss man betonen, dass die Mehrzahl dieser Wähler in Staaten lebt, die ohnedies dem republikanischen Lager zugeordnet werden, weshalb der Faktor Hautfarbe nicht überschätzt werden sollte. In einer Phase, die – kurz vor dem definitiven Endspurt – nicht gerade vor Inhalt strotzt, wird seitens der Medien vermehrt auf Softthemen eingegangen. Man kann davon ausgehen, dass die heiße, letzte Phase im Wahlkampf nach Obamas Rückkehr von Hawaii am Samstag beginnen wird. Denn McCain und sein Team werden bestimmt noch mit allem auffahren, was ihnen an Ideen geblieben ist, um doch noch in den Battleground-Staaten punkten zu können.

Man darf gespannt sein, welche strategischen Schritte der republikanische Fast-Schon-Underdog in der finalen Phase noch setzen wird.

Imre Withalm

Proudly presents…

Posted in Politik, US, Wahlkampf08 with tags , , on Oktober 23, 2008 by clemensticar

Imre Withalm.

Er ist Student für Journalismus und PR an der FH Joanneum Jahrgang08. Und wird bis zur amerikanischen Wahl über eben diese hier (und nicht hier) bloggen. Danke dafür!