Posted in Österreich, Medien, Politik with tags , , , , , , , , on Februar 12, 2009 by clemensticar

Der erste Lehrer, der islamische Religion unterrichtet hat Unterrichtsverbot bekommen. Er soll seinen Schülern eine Liste mit jüdischen Geschäften ausgeteilt haben mit der Aufforderung dort nicht einzukaufen.

Der Religionslehrer wurde von der islamischen Glaubensgemeinschaft verwarnt – das war Unterrichtsministerin Claudia Schmied aber zu wenig.  Sie hat ein sofortiges Unterrichtsverbot gegen ihn erlassen. Vertreter der islamischen Glaubensgemeinschaft hält das Verhalten genau wie Schmied für inakzeptabel – eine Entlassung des Lehrers ist also nicht auszuschließen.

Alles gut und schön. Irgendwie ist es nicht okay Schüler derart zu „manipulieren“. Ich hätte allerdings gerne, dass nicht nur Lehrern für islamische Religion genauer auf die Finger geschaut wird, sondern Lehrern ganz allgemein. Wenn das nicht passiert ist der Fehler im Unterrichtsministerium zu suchen.
Sollten solche genauen Überprüfungen aller Lehrer tatsächlich stattfinden (ich kann es mir nicht vorstellen) ist der Fehler bei den Medien zu finden – Berichterstattung über Lehrer für islamischen Religionsunterricht scheinen offenbar mehr zu interessieren – das Bedürfnis der Masse zu decken ist aber meiner Meinung nach nur bedingt die Aufgabe der Medien.

weitere Informationen über islamischen Religionsunterricht:

  1. Andreas Mölzer
  2. Presseaussendung FPÖ
  3. Universität Wien
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Alles was rechts ist…

Posted in Österreich, Politik, Wahlkampf08, Web 2.0 with tags , , , , , , on Januar 23, 2009 by clemensticar

Da wird vom BZÖ verlangt man möge doch den Geist Jörg Haiders Ruhen lassen – und dann kandidiert er plötzlich. Als „Liste Jörg Haider“ tritt das BZÖ zur Landtagswahl in Kärnten an (Presse).

Das finde ich komisch. Nicht ganz so komisch (aber doch)  finde ich, dass Jörg Haider, jetzt wo er nicht mehr unter uns weilt (oder) social networks entdeckt hat (Jörg Haider auf facebook). Bis ich das erste Mal gehört habe, dass Jörg Haider Namensgeber für die Kärntner BZÖ-Liste ist, habe ich mich wirklich über den facebookaccount geärgert. Nun nicht mehr, denn: wenn das BZÖ den verstorbenen Jörg Haider zum Listennamen macht, dann darf irgendjemand Jörg Haiders Profil bei facebook betreuen.

Zwei Geschmacklosigkeiten – wobei zweitere durch erstere gerechtfertigt wird.

Finde ich.

Dazu nein danke

Posted in Österreich, Medien, Politik with tags , , , , on Januar 17, 2009 by clemensticar

Zitat Landeshauptmann Dörfler: Eine Negermama und eine
weiße Mutter sitzen im Zug von Klagenfurt nach Wien und stillen ihre Babies. Das weiße Baby hört plötzlich auf zu trinken, “zeigt auf das Negerbaby und sagt: „Mama, ich möchte auch Kakao.

Auf solche Landeshauptmänner kann Österreich verzichten.

Hier die Presseaussendung zum Thema.

Auch interessant die Schlagzeile auf oe24.at: Dörfler soll rassistischen Witz erzählt haben

Ein Brief oder Zensur auf Österreichisch

Posted in Österreich, Medien, Politik with tags , , , , , on Januar 12, 2009 by clemensticar

Sehr geehrte Frau Bundesministerin Band geehrter Herr Bundesminister Hahn,

Heuer im Sommer habe ich einen Tag in der Justizvollzugsanstalt Karlau verbracht um eine Reportage zu verfassen. Dieser Text war die Abschlussarbeit in einer Lehrveranstaltung an der FH JOANNEUM, ich studiere dort Journalismus und Unternehmenskommunikation.

Vor etwas mehr als zwei Monaten beschloss ich diesen Text an den Falter zu verkaufen. Wie vereinbart habe ich die Reportage vorher an die Pressestelle des Justizministeriums geschickt. Darum wurde ich gebeten, es würde sich allerdings nur um Förmlichkeiten handeln wurde mir erklärt, als ich um die Erlaubnis ansuchte einen Tag in der Justizvollzugsanstalt zu verbringen.

Voller Vorfreude habe ich auf das E-Mail gewartet, dass mir erlaubt die Reportage zu veröffentlichen. Das kam aber nicht, ganz im Gegenteil. Ihre Pressesprecherin teilte mir freundlich mit, dass sie nach Absprache mit Kollegen meine, ich würde Klischees die der Strafvollzug hat verstärken anstatt sie zu entkräften. Ich muss Ihnen sagen Frau Herr Bundesminister, wenn ich einen Tag in der Karlau verbringe um eine Reportage über den Strafvollzug in österreichischen Gefängnissen zu verfassen, dann sehe ich es nicht als meine Aufgabe Klischees zu entkräften. Das ist wohl eher die Aufgabe ihrer Kommunikationsabteilung.

Ich bin gerne bereit Ihnen ein Konzept zu verfassen, dass dazu beiträgt die Klischees im Strafvollzug zu minimieren. Zwei Dinge kann ich Ihnen aber versichern:

  1. Das Konzept wird mehr kosten als die Reportage dem Falter gekostet hätte.
  2. In dem Konzept wird klipp und klar drinnen stehen, dass Texte über den Strafvollzug veröffentlicht werden – Klischee hin und her. Wie soll man Klischees denn los werden wenn Sie nicht thematisiert werden? Und glauben Sie mir Frau Herr Bundesminister, die Karlau kam in meinem Text nicht schlecht weg.

Wenn das Justizministerium allerdings der Meinung ist, Texte über den Strafvollzug verbieten zensurieren verbieten muss, dann bleibt mir nichts anderes übrig als das zu Kenntnis zu nehmen.

Mit freundlichen Grüßen

Clemens Ticar

Was sich HEUTE so abspielt…

Posted in International, Medien, Politik, Religion with tags , , , , on Dezember 17, 2008 by clemensticar

Alter Schwede hab ich mir gerade gedacht als ich von einem Freund diesen Link hier bekommen hab. Da schreibt das Medium Heute also tatsächlich(Achtung: Zitat):

Weiters sorgt für Aufregung, dass das 1903 als Offizierskasino mit Fecht- und Speisesaal erbaute Militärgebäude an die Religionsgemeinschaft Bahá’i verkauft wurde. Denn: Den persischen Glaubensbrüdern wird nachgesagt, enge Kontakte zur Terrororganisation Hamas zu haben.

Es stellt sich natürlich die Frage: Wie kommt man auf so einen Gedanken? Der Freund, der mir den Link schickte gehört der Religionsgemeinschaft Bahá’i an. Nichts liegt näher als ihn zu fragen.

Er kann diese Anschuldigung alles, aber nicht verstehen. Denn: Der Iran beschuldigt die Bahá’i Gemeinde für das zionistische Israel zu arbeiten. Die Begründung: das Weltzentrum der Religionsgemeinschaft liegt in Haifa. Zusätzlich haben die Bahá’i guten Kontakt zu Israel. Dazu ist zu sagen, dass diese Anschuldigung ein unbegründeter Vorwand ist um die Verfolung der Bahá’í im Iran zu rechtfertigen.  Stellt sich also die Frage wie HEUTE auf die Verbindung mit Hamas kommt. Hamas und Israel können dann wohl doch nicht so gut.

Statement des Freundes: vielleicht hamses vertauscht oder so…

Einmal keine Politik…

Posted in Österreich, Steiermark with tags , , , , , , on Dezember 17, 2008 by clemensticar

Jetzt tut sich schon längere Zeit nichts oder wenig bloggenswertes in der österreichischen Politik. Damit mein Blog aber nicht allzu lange unbeschrieben bleibt möchte ich diesen Eintrag als Anlass nehmen und zwei Menschen vorstellen, die ich im Rahmen meines Zivildienstes bei Leib und Söl in Passail kennen lernen durfte.

Über Taser…

Posted in Österreich, Politik with tags , , , , , , on Dezember 10, 2008 by clemensticar

Seit Tagen ist nun wieder der Taser als Waffe im Strafvollzug im Gespräch. Es wäre doch klüger mit Taser auf Häftlinge zu schießen als mit Pistolen. Dass Taser aber gefährlich sind, dass Leute bereits nach Taser-Attacken gestorben sind wird von der FPÖ, allen voran Harald Vilimsky (hier im Kurierinterview über die ungefährliche Waffe) verschwiegen (Florian Klenk schreibt es auf).

Ich habe heuer im Zuge meines Studiums einen Tag in der Grazer Justizvollzugsanstalt Karlau verbracht. Dort wurde mir versichert, dass von der Schusswaffe nicht einmal jährlich Gebrauch gemacht wird (Auch wenn Statements wie: “ Wenn man schießt, muss man schauen, dass der Einschuss vorne und der Ausschuss hinten ist und nicht umgekehrt. Dann ist es nämlich Notwehr“ durchaus abschreckend auf mich wirkten.). Ich stelle mir die Frage, ob die Beamten in den Vollzugsanstalten nicht eher diesen Taser gebrauchen würden – wo er doch viel ungefährlicher ist.

Um zu beweisen wie ungefährlich diese Waffe ist, ließ sich Harald Vilimsky selbst beschießen.

Was auffällt (und Florian Klenk bereits richtig geschrieben hat):

  1. Die Matratze auf die Vilimsky fällt
  2. Die Schutzbrille die er trägt

Beides ist mir an meinem Tag in der Karlau nicht untergekommen.